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derzeit bewohne ich eine falte zwischen den welten, einzig aus dem grund, hier gibt es keine zweifler, hier wird einem immer der nötige glaube geschenkt. der zugang in so eine falte steht theoretisch jedem offen, aber nur der, der ohne zweifel ist, der glaubt, der nichts als wahrheit in seinem herzen trägt, nur der schafft es auch wirklich, sie zu betreten. den wesen aus der anderswelt ist für gewöhnlich mehr dieser dinge gegeben, als den menschen, so ist es ganz leicht zu erklären, das es ihnen viel leichter fällt, diese falte zu betreten, und auch wieder zu verlassen, und somit auch eine menge mehr von ihnen hier rumlaufen.
hier gibt es eine menge ohren, die jemandem wie mir lauschen wollen.
es ist noch gar nicht lange her, da fand ich auch in der menschen-welt noch eine menge zuhörer, aber auch dies hat sich geändert. die meisten menschen lachen heute über meine erzählungen, vielleicht, weil ihnen der glaube fehlt, vielleicht aber auch, weil es ihnen angst macht, dass es etwas gibt, was mit dem normalen denken nicht erklären werden kann. oftmals finde ich keinen kopf, der meinen gedanken zu folgen vermag, der sich offen zeigt. aber natürlich weiß ich, dass es auch unter den menschen ein paar einzelne gibt, die gerne bereit sind meinen worten den nötigen glauben zu schenken, und genau aus diesem grunde werde ich nun ein wenig erzählen.
vielleicht sollte ich zu anfang erwähnen, das ich auf solche nebensächlichkeiten, wie die groß und kleinschreibung keinen wert lege, durch den wechsel zwischen den welten, den diese schriftrolle durchleben wird, würden so nur unklarheiten auftreten. nicht überall werden die gleichen maßstäbe gesetzt, was die größe der worte angeht.
doch, ich schweife wohl ab, ich wollte doch ein wenig erzählen...
in jeder welt gibt es momente, die besonders geeignet sind, um geschichten zu lauschen, die offener sind, für das "magische" als andere.
in der menschen-welt handelt es sich dabei um die zeitdauer, die beginnt, wenn die sonne dem mond weicht. wenn die träume beginnen die luft zu durchsetzen, sich auf ihren weg machen. denn träume haben keine grenzen die sie halten können.
und begleitet von den träumen, fällt es den gedanken leichter die ihnen gegebenen grenzen zu durchbrechen. vorausgesetzt natürlich, man lässt es zu, wenn man sich den gedanken selbst in den weg stellt, dann ist es auch ihnen unmöglich diesen weg zu betreten. doch dies ist dann wohl auch besser, würde man doch sonst gar nicht verstehen, was man dächte.
nehmen wir einmal, die wandernden sterne, die einem in die augen fallen (nicht doppeldeutig zu sehen), wenn man den himmel nur intensiv genug betrachtet. wie oft bekommt man zu hören, "das sind doch alles nur sateliten".
steht da wieder mal jemand seinen gedanken im wege?
klar, einfacher zu erklären ist es auf diese weise, das ist ein satelit, und fertig, gedanken wieder einpacken, und nur ja nicht zu etwas unerklärlichem kommen.
dann würde man ja auch auf seine eigenen grenzen stoßen, auf die grenzen des denkens. aber, wenn man mal genau überlegt, es ist nun mal beschränkt, das denken, und soll es nur deshalb, nur aufgrund dieser beschränkung, eben diese grenzen auch wirklich geben? nur weil wir nicht weiter als bis zum mond denken können, gibt es dahinter nichts mehr?
weil wir beschränkt sind, muss es alles andere auch sein -- tolle einstellung.
aber, ich weiß das es nicht so ist, in welchem denken hat schon eine falte zwischen den welten platz? soweit muss ich eigentlich gar nicht gehen, mehrere welten -- das reicht schon. und, gibt es sie deshalb nicht?
wer wirklich glaubt, der wird sie finden, dies waren meine worte zu anfang, wenn ich mich recht entsinne. vielleicht braucht es eine zeit, bis man den gedanken die freiheit gibt, sich nicht selbst im wege steht.
wenn man bereit ist sie zu finden, wird man es schon merken, spätestens dann, wenn man sie betritt...
die zweite faltenfee
Dezember 1999 © Aglaja, Auricia@t-online.de
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