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  Nanja, Ingen, Bruder Jakob, Audgnog, Gnugelipu und Kiri saßen an einem der Tische die in der Kneipe standen, wo sie die letzte Woche verbracht hatten. Das heißt, Gnugelipu und Kiri saßen im Waschbottich, wie man unschwer hören konnte. Die Andern saßen an einem der Tische und tranken einen über den Durst, denn sie hatten ein schweres Abenteuer bestanden und Ingen wäre beinahe gestorben, wenn Gnugelipu nicht seinen Heiltrank geopfert hätte. Das war auch der Grund warum Ingen als einziger nicht mit trank. Ihm wurde erst im Nachhinein bewußt, daß er jetzt nicht hätte mit den andern feiern können wenn Gnugelipu ihm nicht geholfen hätte. Er schwor, sich bei Gnugelipu zu revanchieren wenn er in Gefahr sein sollte. Die Andern sprachen gerade über den Kampf und darüber wie Gnugelipu den Anführer mit seinem kleinen Dolch kampfunschädlich machte. Sie waren gerade fertig mit erzählen, da kam der kleine Kobold auch schon die Treppe hinunter und Kiri hinterdrein. Fuchur der kleine Hund von Gnugelipu der seinem Herrchen überall hin folgte (außer ihm war anders geheißen) war auch dabei.
  Kaum hatten Gnugelipu und Kiri sich gesetzt, kamen drei finstere Gestalten herein. Kiri sagte mit zitternder Stimme: "Das sind Assassienen." Erst auf den zweiten Blick sahen sie, daß Kiri recht haben mußte, denn die Fremden hatten Wurfmesser in ihren Stiefeln stecken. Zu allem Überfluß kamen sie an ihren Tisch.
  Bruder Jakob ergriff das Wort und fragte, was ihr Begehr sei. In der Zwischenzeit ergriffen die Andern auch etwas, aber nicht das Wort sondern ihre Waffen unterm Tisch. Auf die Frage von Bruder Jakob bekamen sie auch schnell eine Antwort. Der Größte der Dreien sagte: "Wir wollen ein kleines Spielchen mit euch machen." Der inzwischen vollkommen betrunkene Audgnog willigte ohne nachzudenken ein, was er eigentlich immer tat .
  Die Andern wollten ihm klarmachen, daß er auf jeden Fall verlieren würde. Doch er hörte gar nicht auf sie. Audgnog fragte was sie spielen würden. Der große sagte: "Wir würfeln und du bestimmst den Einsatz." Da Audgnog eh` nur noch alles verschwommen sah vor Trunkenheit, griff er einfach in seinen Beutel und holte sein ganzes Gold heraus.
  Der Große begann zu würfeln und würfelte zwei 6er und eine 5. Audgnog würfelte drei mal die Eins. Kiri flüsterte zu den Andern : "Ich habe gesehen, wie einer der beiden Andern die Würfel getauscht hat." Audgnog fiel fast vom Stuhl als er merkte, daß er sein ganzes Vermögen (50 Gold) verspielt hatte. Der Große fragte höhnisch: "Hat noch jemand Lust gegen mich zu spielen." Unerwartet meldete sich Gnugelipu. Er flitzte schnell zur Theke, kehrte mit 3 Würfeln zurück und sagte: Wir spielen hiermit. Da der Große sich nichts aus dem kleinem Kobold machte, ging er auch auf den Einsatz von 50 Gold ein. Doch er hatte seine Rechnung nicht mit Gnugelipu gemacht, der ihn beim ersten Wurf besiegte.
  Nanja, Bruder Jakob, Audgnog, Kiri, Gnugelipu und Ingen wollten gerade an einen anderen Tisch gehen. Doch auf einmal zog der Große sein Messer und wollte auf Gnugelipu werfen, da war Ingen über ihm und nahm dem Großen das Messer weg. Audgnog war auf einmal gar nicht mehr betrunken, rief durch die Kneipe: "Jetzt spielen wir Assiss klatschen!" Ging auf die andern Beiden los und gab ihnen recht unsanft eins über den Kopf.
  Nach ein paar Minuten kam die Stadtwache und holte die inzwischen gut verschnürten Assassienen ab. Gnugelipu ging zu Ingen um sich zu bedanken, doch Ingen sagte nur: "Jetzt sind wir quitt." Gnugelipu gab Audgnog sein Gold und dann gingen sie alle ins Bett.

Januar 1996 © Marc Hemmers (12 Jahre)

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